Die SCHADSTOFFEINSATZGRUPPE 08

...beschäftigt sich primär mit der zivilen einsatzmäßigen Eindämmung und Bekämpfung von Schadstoffunfällen in Betrieben oder bei Gefahrgut-Transportunfällen auf Straße und Schiene sowie der Abwehr von Umweltschäden zu Wasser und zu Land.

 

Der Kommandant der Schadstoffeinsatzgruppe seit 2009 ist Bezirkssachbearbeiter Günter Raidinger der FF Gars am Kamp. Er wird von den 4 Schadstoff-Abschnittssachbearbeitern des Bezirks bei seiner umfangreichen Tätigkeit unterstützt. Die Mitglieder der SEG 08 bestehen aus spezialisierten Einsatzkräften von verschiedenen Feuerwehren des Bezirks Horn. Eine hohe konditionelle und geistige Leistungsfähigkeit der Mitglieder dieser Sondereinheit ist genauso, wie der allgemein hohe Ausbildungsstandard im Schadstoffbereich für die Tätigkeit in diesem fordernden Sonderdienst unumgänglich.

Ziel der Schadstoffeinsatzgruppe ist es , bezirksweit beim Abarbeiten von Schadstoffeinsätzen ab der Alarmstufe S2 in personeller (zB. Schutzanzugträger) sowie in materieller Hinsicht (Spezialequipment des Schadstoffcontainers) die örtlich zuständige Feuerwehr zu unterstützen und dem Einsatzleiter mit diversen Nachschlagewerken, Stoffinformationen und dgl. fachberatend zur Seite zu stehen.

Die Einsatzleitung bleibt dabei ausschließlich immer bei der örtlich zuständigen Feuerwehr! Die SEG 08 rückt meist zusammen mit dem Garser DEKO-Zug aus, um die Schutzanzugträger der Stufe 3 und sämtliche Gerätschaften der Schadstoffgruppe nach dem Einsatz zu dekontaminieren (reinigen).

Die Schadstoffeinsatzgruppe 08 ist hauptsächlich für die regionale Einsatztätigkeit im Bezirk Horn zuständig. Die Gruppe kann im nötigen Bedarfsfall durch den örtl. zuständigen Feuerwehreinsatzleiter über die NÖ– Landeswarn- bzw. Bezirksalarmzentrale angefordert werden. Seit kurzem ist die Gruppe auch im NÖ– Katastrophenhilfsdienst (KHD-NÖ–) als SCHADSTOFF-ZUG C integriert und kann neben der bezirksweiten Tätigkeit auch im Rahmen von internationalen Hilfseinsätzen bei Großschadensereignissen sogar Europaweit herangezogen werden.

 

Die umfangreiche Ausrüstung zur Schadstoffeindämmung bzw. deren Bekämpfung ist in unserem aufgesattelt und zum Einsatzort transportiert. Die Schadstoffgruppenmitglieder folgen mit Unterstützungsfahrzeugen, meist hinterher. Das Gesamtgewicht des Abrollcontainers UMWELTSCHUTZ-SCHADSTOFFE beträgt ca. 8.000 kg.

Fester, ebener Untergrund (vorzugsweise Asphalt oder Beton) auf dem abgesattelt werden kann und die seitlichen Geräteräume samt Ausschüben noch problemlos zugänglich sind.

In unserem Schadstoffcontainer ist so ziemlich alles an Gerät für höchste Belastungen im Chemiebereich ausgelegt: zB: mobile Spezialpumpen, Falttanks und Fluidbags, Schutzanzüge der Stufe 2, Atemluftfremdversorgung sowie gas- und flüssigkeitsdichte Chemikalienschutzanzüge (CSA) der Schutzstufe 3, drei 300bar-Überdruck-Atemschutzgeräte mit Compositflaschen, die komplette Stromversorgung und Beleuchtung, nationale und internationale Spezialarmaturen für Kesseltanks auf Straße und Schiene, druckluftbetriebene Leckabdichtsysteme, hoch chemikalienbeständige Pumpenschläuche, nicht funkenschlagendes Messing/Bronzewerkzeug ... uvm.

Nicht zu vergessen die umfangreiche Messtechnik wie verschiedene Mehrfachgasmessgeräte, Fernthermometer, usw. alles in allem mehrere hundert Einzelkomponenten.

Unsere Gefahrenstoffdatenbank: Im "Hommel" werden ca. 2.500 Chemikalien erfasst und nach einem einheitlichen Muster auf Merkblättern die Gefahren, die Handhabung und Verhaltensregeln bei Freisetzung beschrieben. Die Merkblätter sind als Loseblattsammlung in sieben Bänden (Rote Ordner) im Umfang von etwa 5.000 Seiten zusammengefasst. Zum Gesamtwerk gehören noch drei weitere Sonderbände. Diese Datenbank steht uns aber zusätzlich auch in digitaler Form auf einem Notebook zur Verfügung...

 FOTOS folgen!

 

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